Foto: Kristina Malis

Recap: Berufliche Inklusion 2019

Tolle Veranstaltung zum Thema: Berufliche Inklusion in Wuppertal

Am 02. Dezember 2019 fand unter dem Titel „Berufliche Inklusion“ die Auftaktveranstaltung zu einer ganzen Woche rund um den Tag der Menschen mit Behinderung statt. In Wuppertal kamen in der Junior Uni, welche ihre Räume zur Verfügung gestellt hatte, Unternehmen, Institutionen und Schülerinnen und Schüler der Wuppertaler Förderschulen zusammen, um mehr zum Thema Inklusion im Kontext Arbeit zu erfahren.

Los ging es um 10:00 Uhr mit einer Begrüßung durch den Gründer der Junior Uni Herrn Prof. Dr. Ernst-Andreas Ziegler. Im Anschluss übernahm die Moderatorin der Veranstaltung, Sophie Blasberg, das Wort und begrüßte auch noch einmal die Gäste. Sie gab dabei auch schon einen kleinen Ausblick auf die Inhalte der Veranstaltung.

Minister Pinkwart sprach das Grußwort per Videobotschaft

Der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen Prof. Dr. Andreas Pinkwart musste sein Kommen zu der Veranstaltung leider kurzfristig absagen. Dafür sprach er aber im Rahmen einer Videobotschaft zu den Gästen und spiegelte dabei seine Sicht zum Thema wieder. Er betonte dabei die Chancen für Unternehmen ihren Fachkräftebedarf auch mit Hilfe von Menschen mit Behinderung decken zu können.

Im Anschluss übernahm Herr Dr. Herbert Jakoby (Abteilungsleiter „Wirtschaftspolitik“ im MWIDE NRW), welcher in Vertretung für den Herrn Minister gekommen war, und führte noch einmal detailreicher die Sicht des Ministeriums über die Chancen eines Zusammenkommens von Unternehmen und Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt aus.

Dr. Herbert Jakoby
Foto: Kristina Malis

Carina Kühne und Annetraud Grote sprachen die KeyNotes

Als erste KeyNote-Speakerin des Tages gewährte die Schauspielerin und Aktivistin Carina Kühne Einblicke in ihren beruflichen Werdegang. Sie teilte mit dem Publikum ihre Erfahrungen auf dem ersten Arbeitsmarkt und ließ dabei auch die negativen Beispiele nicht aus. Ihr beeindruckender Einsatz, ihren Weg auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden und zu gehen, wird dem ein oder anderen Gast dabei aber sicherlich in positiver Erinnerung bleiben. Zum Schluss betonte Frau Kühne noch einmal, dass es wichtig für Menschen mit Behinderung ist, vollumfänglich in die Gesellschaft integriert zu sein. Sie appellierte dabei auch an die jungen Gäste der Förderschulen, sich nicht unterkriegen zu lassen und ihren Weg zu gehen.

Annetraud Grote, Personalreferentin im Paul-Ehrlich-Institut, übernahm im Anschluss das Mikrofon und hielt die zweite KeyNote. Auch sie ließ die Gäste an ihren persönlichen Erfahrungen teilhaben. Sie machte dabei deutlich, wie wichtig es für sie war selbstbestimmt ihren eigenen Weg zu gehen. Nach den persönlichen Erfahrungen mit dem ersten Arbeitsmarkt, stellte Frau Grote dann auch noch Best Practice-Beispiele von gelungenen Inklusionsprojekten in und mit Unternehmen vor. Auch hier wurde noch einmal deutlich, welchen positiven Einfluss diese Inklusionsbemühungen auf die Menschen mit Behinderung und aber auch die Unternehmen haben. Es war beeindruckend zu sehen, was dabei alles möglich ist.

Primark bemüht sich um inklusive Arbeitsplätze

Den Abschluss des moderierten Teils der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion. Sophie Blasberg übernahm dazu noch einmal die Moderation und lud als Gäste auf das Podium, neben Frau Kühne und Frau Grote, auch Sabine Hellmann-Flocken (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen), Sabrina Wojtenek und Wolfgang Krogmann (Primark Mode Ltd. & Co. KG), sowie für die AG Inklusion des Bergischen Fachkräftebündnisses Oliver Francke. Deutlich wurde hier, dass der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung noch beschwerlich ist. Zu oft ist der Wille zur Inklusion bisher nur bei den Menschen mit Behinderung da. Unternehmen sehen zu häufig noch mehr Risiken als Chancen. Alle Podiumsgäste waren dabei aber bemüht gerade die Chancen – auch für die Unternehmen – noch einmal herauszuarbeiten. Erwähnung fand dabei z.B. die positiv beeinflusste Unternehmenskultur, wenn auch Menschen mit Behinderung im Unternehmen arbeiten. Auch die (leider zu oft) ungeahnte Leistungsfähigkeit und die höhere Motivation von Arbeitnehmer*innen mit Behinderung wurden hier angeführt. Primark, als Vertreter der Unternehmenseite, berichtete von den eigenen positiven Erfahrungen beim neu geschaffenen Programm für inklusive Ausbildungsplätze im Unternehmen. Selbstkritisch betonte der Deutschlandchef von Primark, Herr Krogmann, dabei aber auch, dass da sicherlich noch mehr geht.

Nachdem auch das Publikum seine Fragen an die Podiumsgäste richten konnte, bedankte sich Sophie Blasberg bei den Gästen auf dem Podium und im Publikum für die Veranstaltung und Bernd Strohmeyer, stellvertretend für die AG Inklusion, bei Sophie Blasberg für die sehr professionelle und dabei ehrenamtliche Moderationsleistung. Nach dem moderierten Teil der Veranstaltung konnten sich die Gäste bei einem Imbiss noch über das soeben Gehörte austauschen.

Pressebericht zur Veranstaltung: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/wirtschaft/wie-inklusion-gelingen-kann_aid-47621331

 

 

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